Die Lage rund um die Inselrepublik Altis in der nördlichen Ägäis ist weiterhin extrem angespannt. Nachdem am vergangenen Donnerstag schwere Gefechte auf der östlichen Insel Hebontes ausgebrochen waren, suchten die Vereinigten Staaten und die Republik Altis in den letzten Tagen immer wieder die Schuld bei einander. Aus dem Pentagon hieß es am Samstagmittag, nachdem die erste Welle von bewaffneten Auseinandersetzungen beendet war, es handle sich um einen feigen und präzise geplanten Angriff der Inselrepublik auf die amerikanischen Streitkräfte und damit auf die amerikanische Nation. Aus Pyrgos hingegen folgte prompt ein gänzlich gegenteiliges Statement, die Soldaten der USA hätten die Streitkräfte der AAF gezielt provoziert, auch die ersten Übergriffe seien von Seiten der USA aus gestartet. Experten vermuten die Wahrheit in der Mitte dieser Aussagen, zwar gebe es keinen logischen Grund für die Republik Altis, die Streitkräfte der deutlich überlegenen USA während des lang ersehnten Abzuges anzugreifen, doch ist die Republik in den vergangenen Monaten immer wieder mit extremen Handlungen ideologischer Natur aufgefallen, was zumindest eine allgemein abwertende Haltung der Bevölkerung von Altis gegenüber den USA bestätigen könnte. Zu sehen war dies auch in den vergangenen Tagen, in Pyrgos und Kavala sammelten sich am Sonntag und Montag zahlreiche Zivilisten, die Parolen riefen und amerikanische Flaggen verbrannten.

Auch nach dem Ende der ersten Auseinandersetzungen kehrte auf Hebontes erstmal noch keine Ruhe ein, erst am Sonntag wurde über der östlichsten Insel der Mittelmeerrepublik erneut ein Kampfflugzeug der AAF durch die US Streitkräfte abgeschossen, der Pilot konnte laut Pentagon nur tot geborgen werden. Während die AAF von einem hinterhältigen Angriff auf einen Aufklärungsflieger spricht, melden die USA den Vorfall als Luftschlag der AAF. Entspannung sollte dann am Montag die Klärung der "Stratis-Frage" bringen, die AAF hatte mehrere NATO-Marineanlagen auf der Insel Stratis besetzt, laut Experten wohl, um sie als Druckmittel bei möglichen Friedensverhandlungen einzusetzen. Zwar wurden nach Gesprächen zwischen Pyrgos und den USA sowie Frankreich als Vermittler alle verwundeten und gefangenen NATO-Soldaten in ihre Heimatländer überführt, dennoch bleiben die Hafenanlagen unter Kontrolle der AAF. Dies sei laut dem US Verteidigungsministerium nicht hinnehmbar. Weitere Verhandlungen seien erst möglich, wenn die NATO-Anlagen sowie die dort gelagerte Ausrüstung wieder an die entsprechenden Mitgliedsnationen übergeben worden sein. 

Am Dienstagabend hat sich die Lage auf Hebontes dann weitgehend entspannt. Das Kontingent auf der Mittelmeerinsel wurde inzwischen verdoppelt, in den nächsten Tagen sollen 2400 weitere Soldaten folgen. Insgesamt 204 Schiffe der US Marine sind inzwischen in der nördlichen Ägäis im Einsatz. Internationale Beobachter rechnen in den nächsten Tagen nicht mit einer Entspannung des Verhältnisses zwischen den USA und der Republik Altis, beide müssten sich "weit bewegen, um sich auch nur irgendwo in der Mitte zu treffen", so Sean-Jacques Toulon, Sprecher von WarWatch International. Während die NATO und UN Mitgliedsstaaten die USA zum Deeskalieren drängen und einen Krieg im nördlichen Mittelmeer unbedingt verhindern wollen, mahnte Präsident Trump bereits am Samstag seine westlichen Verbündeten, wenn sie "die USA in der Krise nicht von sich aus unterstützen wollen, mögen sie sich wenigstens heraushalten", sollte dies nicht der Fall sein, sehe er sich gezwungen, sie per "NATO-Bündnisfall mit in diese Angelegeneheit zu katapultieren". Experten halten eine Eskalation des Konfliktes für sehr wahrscheinlich, sollte die Republik Altis nicht von seinem Provokationskurs abweichen und die USA weiterhin nicht kompromissbereit sein. Werden die NATO Anlagen nicht in den nächsten Tagen durch die AAF für frei erklärt, könnten die Friedensverhandlungen schlagartig scheitern, ein Krieg wäre dann höchstwahrscheinlich.

 

US Marines stellen in Eile Gefechtsbereitschaft her zum Zeitpunkt des ersten Alarms am Donnerstagvormittag in Camp Themis, nördliches Hebontes

Es ist ein Missverständnis der höchsten politischen Ebene und noch dazu ein besonders folgenreiches. Die Verhandlungen zur Verlängerung des Pachtvertrages zwischen US Militär und Republik Altis über die Nutzung der östlichsten Insel der Mittelmeerrepublik sind gescheitert. Der Grund dafür ist ebenso absurd wie schwerwiegend und zeigt die neue Gangart zwischen westlichen Ländern und der "neuen" Republik Altis, wie sie seit dem Putsch zu Beginn des Jahres international auftritt.

Wie im Pachtvertrag vereinbart dient das letzte Jahr der Laufzeit als Verlängerungsfrist. Das Ausweiten des Vertrages um weitere drei bis fünf Jahre gehörte in den letzten zwanzig Jahren zum Standardprotokoll der beiden Nationen. Doch diesmal scheiterte die amerikanische Überheblichkeit an der Arroganz der neuen Republik von Altis. Als das letzte Vertragsjahr im Juli letzten Jahres begann, sah man im Pentagon keinen Grund für eine schnelle Verlängerung. "Wir gehen, wie in den Jahren zuvor auch, von einer Vertragsverlängerung innerhalb der letzten sechs Monate der Frist aus", äußerte sich damals Arthur Deagel, Beauftragter für Auslandsstationierung im US Verteidigungsministerium. Zum Ende der sechsmonatigen Wartezeit machte jedoch die Republik Altis einen Strich durch diese Rechnung. Der Putsch im Januar stellte das Verhältnis zwischen westlichen Nationen und der Inselrepublik auf den Kopf, die Vereinigten Staaten entschieden sich abzuwarten, ein folgenschwerer Fehler. Vor genau vier Wochen starten die USA dann mit deutlicher Verspätung und akutem Zeitdruck in die Verlängerungsverhandlungen, welche nun scheitern. Insidern zufolge habe man bereits nach nur einer Woche eine Absage erhalten, die USA seien jedoch drei Wochen lang nicht bereit gewesen, dies zu akzeptieren.

Jetzt, da die Würfel gefallen sind, bleiben dem US Militär etwa drei Monate, um sämtliches Personal von der Insel abzuziehen und etwaige Einrichtungen abzubauen oder aufzugeben. "Wir werden dieses Vorgehen schärfstens überwachen und gewähren keine Aufschubfrist. Die USA haben sich durch ihre überhebliche und selbstgefällige Art auf diesen Pfad gebracht, wir werden sie ihn entlangführen", so Vafakis Galatopus, Außenminister der Republik Altis. Für das US Militär auf Hebontes beginnt nun eine schwere Zeit. Übungen und Manöver werden im Rahmen des Abzuges schwer möglich sein. Drei Monate sind außerdem nicht viel Zeit, um eine 2200 Mann starke Einheit samt Wachbataillon sowie hunderte Verwaltungsposten abzuziehen, all das unter den strengen Augen der neuen Regierung auf Altis.

Für die sporadisch verteilte Zivilbevölkerung auf der Insel endet eine Ära, die die Nationalisten gern als "legale Besatzung" und die Liberalen als "bestes Wirtschaftsabkommen des letzten Jahrhunderts" bezeichnen. "Ich habe mich immer über die Soldaten gefreut, wenn sie in meine Bar in Ormos gekommen sind, aber wenn wieder mehr Menschen von Altis hier wohnen, wird sich das für mich mehr lohnen", so ein Bewohner im Norden von Hebontes. Die Republik Altis hat nun auch einen schweren Weg vor sich, über Jahrzehnte hinweg hat das US Militär die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Medizinische Versorgung, Brandbekämpfung, Polizeiarbeiten oder sogar Dienstleistungen wie Reparaturen und Reinigungen wurden durch das Kontingent vor Ort übernommen. Jetzt muss die Infrastruktur der Insel stark aufgerüstet werden, um die Lücke zu schließen, die die USA hinterlassen.

Luftüberwachung auf Hebontes durch Kräfte des United States Marine Corps: Das Militär leistet einen wesentlichen Bestandteil zur Verkehrsüberwachung und Waldbrandprävention

Die Inselrepublik Altis hat seit dem 13. Januar eine neue Regierung. Per Militärputsch brachte sich der Generalstabschef der Luftwaffe, Ianis Estephados, an die Macht. Aber wie konnte er das gesamte Militär um sich vereinen? Und weshalb ist das Land nun so gespalten? Eine Analyse unserer Redaktion:

Die Ursachen für diesen Militärputsch sind breit gefächert. Einige innenpolitische Konflikte schwelen seit Jahrzehnten, andere sind erst seit wenigen Monaten ein Thema. In der Folge gehen wir auf die wichtigsten Hintergründe ein:

Griechenlands Marionette

Schon seit den 1940er Jahren sehen Nationalisten der Republik Altis ihr Heimatland immer wieder als Spielball anderer Nationen. Vor allem Griechenland wird den Ruf als Puppenspieler nicht los. Ende der 60er Jahre starteten die regierenden Nationaldemokraten erstmals Versuche, sich vom westlichen Nachbarn der Inselrepublik zu distanzieren. Eine eigenständige Außenpolitik, neue Handelspartner und sogar ein Abwenden von der griechischen Sprache als Amtssprache waren geplant, doch die meisten Vorhaben wurden durch den Anfang der 70er Jahre ausbrechenden Bürgerkrieg auf Eis gelegt. Der Konflikt endete 1978 mit einem Sieg der liberalen Widerständler, die neue Regierung näherte sich Griechenland erneut an. Erst in den späten 90ern kamen die Nationalisten als stärkste Opposition wieder zu Macht. Doch gegen die durchaus beliebte liberal-demokratische Regierung konnten sie sich kaum durchsetzen. Ianis Estephados gilt als absoluter Hardliner der Griechenlandfrage. Im durch Nationalisten durchsetzten Militär fand er schnell Anhänger. Eine Militärreform sorgte außerdem Ende 2017 dafür, dass zahlreiche Soldaten, denen fehlende Staatstreue nachgesagt wurde, nicht mehr in Führungspositionen tätig sein durften. Für Estephados war es also keine große Mühe, die Führungsriege der Altis Armed Forces um sich zu sammeln. Auch in der Bevölkerung gibt es zahlreiche Befürworter einer anti-griechischen Politik.

Flüchtlingskrise

Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren mehr politische Konflikte auf Altis eröffnet als die Flüchtlingskrise. Altis, dass zwar aufgrund seiner kleinen Größe und Einwohnerzahl kaum Flüchtlinge aufnehmen musste, wurde aufgrund seiner Lage zu einem der Knotenpunkte der Flüchtlingsverteilung. In einem Abkommen mit der EU wurde die Republik zum alleinigen Drehkreuz für die Flüchtlingsverteilung in der Ägäis deklariert. Viele Bürger des Inselstaates, selbst die der Mitte, sehen sich dadurch in ihrem Leben eingeschränkt und fordern eine härtere Linie in den Verhandlungen mit der EU. Die Nationalisten griffen dieses Thema immer wieder auf und machten es in den letzten drei Jahren zu ihrem Haupt-Wahlkampfthema, womit sie sich viele Stimmen, auch aus der Mitte, sichern konnten.

Krampfhafte Unabhängigkeit

Es mag im Konflikt mit der Griechenlandpolitik und den Militärabkommen stehen, doch die Republik Altis versucht tatsächlich seit den 70er Jahren weitgehend unabhängig zu bleiben. Das hat vor allem geopolitische, aber auch ökonomische Gründe. Als Inselgruppe inmitten der Ägäis hat die Republik eine durchaus interessante Lage. So befinden sich Griechenland aber auch die Türkei in unmittelbarer Nähe. Auch der Bosporus und damit der Zugang zum Schwarzen Meer liegt in greifbarer Nähe, was wiederum Russland in erreichbare Entfernung rückt. Dabei darf der Zugang zum östlichen Mittelmeer nicht außer Acht gelassen werden. Gerade diese Lage hat die Republik Altis immer wieder dazu veranlasst, neutral zu bleiben und möglichst viele der umliegenden Partner zu nutzen, ohne sich zu sehr auf einen zu konzentrieren. Die Nationalisten sehen darin eine klare Schwäche, sie fordern seit Jahren einen starken Partner, im besten Fall nicht einen jener Westmächte, die Altis in den Augen der Nationalisten seit Jahrzehnten ausnutzen.

Militärabkommen

So wie die Inselrepublik Altis Flüchtlingsabkommen mit der EU unterhält, ohne selbst Teil dieser zu sein, so kooperiert sie auch mit der NATO, ohne dabei selbst je NATO-Mitglied gewesen zu sein. Die NATO-Marinebasis "Stratis 01" auf Stratis gilt als wichtigster Marinestützpunkt in der Ägäis ist zudem der letzte große NATO-Hafen vor dem durch die Russen kontrollierten Schwarzen Meer. Neben diesem NATO-Abkommen besteht ein weiterer, unabhängiger Pachtvertrag mit dem US-Militär. Die dritte Insel der Republik, Hebontes, wird bereits seit Beginn der 2000er durch das United States Marine Corps genutzt. Die Insel hat eine langjährige Tradition als Übungsareal der AAF. Bereits Ende der 60er Jahre wurden 60% der Bevölkerung nach Altis umgesiedelt. Seit den 70er Jahren trainierte die AAF ihre Truppen auf der Insel östlich von Altis. Nach der Teilübernahme durch die USA in den späten 90ern gab man die Insel 2002 per Pachtvertrag schließlich ganz in die Hände des US-Militärs, welches sie Anfangs nur für Manöver und temporäre Stationierungen nutzte. Seit 2018 jedoch ist Hebontes Heimatbasis einer Einsatzgruppe des Marine Corps. Auch wenn der Pachtvertrag von Hebontes seit jeher eine wichtige Säule der Wirtschaftskraft der Republik gewesen ist, sehen Nationalisten nun ihre Souveränität gefährdet. Sowohl ein Abzug der NATO-Flotten, als auch eine Auflösung des Pachtvertrages werden seit Jahren gefordert.

 

Diese und zahlreiche weitere Gründe führten zu einer erneuten Stärkung der Nationalisten. Ianis Estephados erkannte dies und nutzte den richtigen Moment. In wenigen Wochen hätte der Pachtvertrag mit dem US-Militär verlängert werden sollen, auch ein Gesetz zum Herabsetzen des Militärbudgets war geplant. Estephados gelang es so, zahlreiche Militärs, selbst jene, die sich nicht als Nationalisten verstehen, um sich zu versammeln. Doch weshalb wirkte die Nacht des Putsches auf der Insel von Region zu Region so unterschiedlich?

Friedliche Besatzung und Gewaltsame Auseinandersetzung

Acht Minuten vergehen zwischen den ersten illegalen Militäraktionen der Putschisten und der Kapitulation der Polizeibehörde von Kavala. Erst 90 Minuten später geben sich Polizei und bewaffnete Zivilisten in Athira geschlagen. Weshalb diese Diskrepanz? Die Antwort darauf ist sowohl in der Geschichte der Republik zu finden, als auch in der aktuellen Politik.

Als ehemalige Hauptstadt der Republik gilt die westliche Hafenstadt Kavala noch heute als Hotspot politischer Arbeit. Zahlreiche Parteien unterhalten hier Büros, es gibt regelmäßig Veranstaltungen. Seit 2010 dominieren vor allem die Nationalisten das politische Stadtbild. Aus dem einstigen liberalen Urlaubsort ist eine Hochburg nationalistischer Hardliner geworden. Kein Wunder also, dass die örtliche Polizeibehörde fast widerstandslos kapitulieren und im Verlauf des Abends sogar jubelnde Menschen auf den Straßen von Kavala gemeldet werden.

Kurz nach Kavala wird auch Sofia durch die AAF als "befriedet" gemeldet. Als wichtiges Industriezentrum ist die Stadt sowie die umliegende Region früh am Abend durch das Militär gesichert worden. Die hauptsächlich aus Landwirten und Fabrikarbeitern bestehende Bevölkerung leistet kaum Widerstand.

In Pyrgos kommen die Sicherheitsbehörden ihrem Schutzauftrag vorerst nach. Erst als die Übermacht des Militärs deutlich wird, geben Polizei und Sicherheitsdienst des Parlaments auf. Das Kabinett sowie Regierungschef Agapios Konstantinos werden festgesetzt. Panzer patrouillieren durch die Straßen von Pyrgos.

Zu diesem Zeitpunkt toben in Athira Gefechte zwischen dem Militär und einem Verband aus Polizei und bewaffneten Bürgern. Im Laufe des Abends werden zahlreiche Verletzte gemeldet, auch Tote soll es in Athira geben. Erst am Abend geben sich die Widerständler geschlagen. Athira ist seit Jahren das intellektuelle Zentrum der Insel. Viele liberale Menschen leben hier. Doch es ist vielmehr die Region nördlich der Stadt, die sie so besonders macht. In den Nadelwäldern von Frini entstand in den 70er Jahren die liberale Widerstandsbewegung. Viele Bewohner der Region sind direkte Nachfahren von früheren Widerstandskämpfern. Zahlreiche Menschen in der Region sind aufgrund ihres Berufs oder gar aus Überzeugung bewaffnet. Der Widerstand gegen die Putschisten ist daher deutlich. Doch auch Athira gibt sich am Abend als letzte Stadt der Insel schließlich geschlagen.

Die Woche danach im Überblick

Genau eine Woche ist seit dem Putsch nun vergangen. Was hat sich getan? Wie sieht die politische Situation der Republik heute aus?

Zwei Minuten vergehen, nachdem Ianis Estephados sich zum neuen Staatschef von Altis erklärt hat, bis der türkische Präsident seine Zustimmung zu dieser "politischen Veränderung" ausdrückt. Nach einigem inoffiziellen Geplänkel wird schließlich im Laufe der Nacht die von Seiten der AAF bestätigte "offizielle" Übergangsregierung unter der Leitung von Ianis Estephados begründet. Zu diesem Zeitpunkt hat Italien bereits seine Flotte aus der NATO-Marinebasis auf Stratis zurückgezogen. Ein Symbol für die politische Spannung nach dem Putsch. Die ersten beiden offiziellen Telefonate gelten Brüssel und Ankara. Die Türkei wird als wichtiger Partner gelobt, eine enge Zusammenarbeit vorausgesagt. Im Laufe der Nacht ziehen auch die Franzosen einen Teil ihrer NATO-Flotte von Stratis zurück. Damit kommen sie der Regierung in Altis zuvor, wie sich herausstellt. Noch im Laufe der Nacht weist die neue Regierung in Pyrgos die auf Stratis staionierte NATO-Flotte aus. Ein Ultimatum von 12 Wochen wird bekanntgegeben, die NATO bezichtigt Altis des Vertragsbruches. Nur Minuten nach dem NATO-Debakel erklärt die Regierung in Pyrgos das Flüchtlingsabkommen mit der EU für beendet. Noch in der Nacht rudert Altis aufgrund der Vertragslage zurück, man wolle sich baldmöglichst aus dem Abkommen zurückziehen. In der Folge telefoniert Pyrgos mit Athen, Washington und brisanterweise Moskau.

Am Morgen danach dann die erste Pressekonferenz. Estephados ruft den Notstand aus. Internationalen Beobachtern ist klar, dies soll helfen, die nötigen Gesetze für die Festigung der Macht schnell und mühelos durchzusetzen. Ein Sprecher der Regierung verliest ein Dekret, nach dem zwei der größten bilateralen Abkommen zwischen Altis und Griechenland baldmöglichst aufgekündigt werden sollen. Ein erster Entwurf eines neuen Handelsabkommens mit der Türkei wird vorgelegt. Außerdem will man an der Ausweisung der NATO-Marinekräfte festhalten. Alle Inseln der Republik sollen wieder der Republik dienen. Eine klare Ansage gegenüber den Vereinigten Staaten. Mit einer als Volkszählung getarnten "generellen Überprüfung" will man alle Gegner der Putschisten ausfindig machen. Die UN warnt vor der Vorgehensweise der Regierung, sie befinde sich auf gefährlichen Wegen.

Eine Woche danach hat die Militärpräsenz in weiten Teilen der Insel abgenommen. Nur in Pyrgos und Athira patrouillieren noch immer Soldaten durch die Straßen. In den letzten sieben Tagen wurden erneut hunderte Menschen festgenommen. Altis verweigert der griechischen Marine inzwischen das Passieren zwischen den Inseln der Republik. Ein Minister aus Estephados Übergangskabinett hat bereits seinen Posten geräumt, zu "extrem" seien die politischen Pläne der neuen Regierung. Er sitzt seitdem in Haft. Amnesty International und die UN schauen besorgt auf Altis, sprechen von zahlreichen Situationen, in denen Menschenrechte eingeschränkt werden. Zum Ende der ersten Woche seit dem Putsch spricht man in Pyrgos über eine Wehrpflicht sowie ein Militärabkommen mit der Türkei. Konfrontationen bestimmen die Arbeitsweise der neuen Regierung.

 

 

 

Am heutigen Morgen kam es laut der Nachrichtenagentur Reuters über der östlichen Ägäis zu einem Zwischenfall, als Streitkräfte der Republik Altis einen Kampfjet der griechischen Luftwaffe abschoss. Athen bestätigte den Abschuss eines ihrer Flugzeuge, der Pilot habe sich demnach per Schleudersitz retten können und wurde ca 40 Minuten später aus dem Meer geborgen. Die AAF bestätigte lediglich eine Verletzung des Luftraumes der Inselrepublik, auf den "mit entsprechenden Maßnahmen" reagiert wurde. 

Der Vorfall dürfte an die vergangene Woche erinnern, als ein Schiff der griechischen Marine von Marinekräften der AAF beschossen wurde. Es handelte sich laut Angaben der Altis Mediterranean Navy nur um Warnschüsse, die die griechische Korvette zum Abdrehen aus einem Fischfanggebiet bringen sollte. Die griechische Marine meldete dagegen mindestens einen Treffer, der jedoch wirkungslos geblieben sein soll.

Internationale Beobachter schauen mit Sorge auf die Situation in der Ägäis. Jede weitere Eskalation könnte zu einer schwer lösbaren Krise führen. Die Republik Altis, welche in der nächsten Woche bereits die erste Lieferung eines neuen Waffendeals mit der Türkei erwartet, geht seit dem Militärputsch durch den Generalstabschef der Luftwaffe, Ianis Estephados, immer aggressiver gegen den westlichen Nachbarn vor. Die Vereinten Nationen haben bereits vergangene Woche zwei Beobachter nach Athen geschickt, um ein Gutachten anzufertigen. "Der Konflikt im nördlichen Mittelmeer bleibt ein Pulverfass, dass es schnellstmöglich zu entschärfen gilt", so UN-Generalsekretär António Guterres.

Offenbar rollen im Moment, um 17 Uhr Ortszeit, Panzer durch die Straßen der Mittelmeerrepublik Altis. Laut Reuters sind auch auf Stratis sowie in der gesamten Ägäis erhöhte Militäraktivitäten zu verbuchen. Worum es sich bei diesen Aktionen handelt ist aktuell unklar. Der USMC NewsCast hält Sie per Liveticker auf dem Laufenden.

17:11 - Schüsse in Pyrgos und Kavalla | Polizei meldet Einsatz mit Großaufgebot

17:13 - Explosion in Charkia - NATO-Kräfte auf Stratis alamiert

17:15 - Schwer bewaffnete Kräfte stürmen Polizeihauptquartier in Pyrgos

17:19 - Polizei in Kavalla und Pyrgos legt Arbeit nieder - Schüsse in Athira

17:22 - Bewaffnete Kräfte in Pyrgos sind laut Reuters militärische Spezialeinheit

17:25 - Parlament in Pyrgos durch Militär umstellt | Schüsse in Sofia

17:29 - Altis Armed Forces riegeln Großstädte ab | Reuters meldet Putschversuch

17:35 - Spezialeinheiten der AAF angeblich an Razzien in Kavalla und Pyrgos beteiligt

17:39 - Schüsse am Parlament - Reuters meldet mindestens zwölf Verletzte

17:42 - Helikopter über Pyrgos - Kavalla durch AAF besetzt

Eine zwischenzeitliche Zusammenfassung unserer Redaktion:

Bei der militärischen Aktion auf Altis handelt es sich offenbar um einen Putschversuch. Ob das ganze Militär oder nur Teile davon beteiligt sind ist noch unklar. Reuters meldet im Verlaufe des Abends ca. 19 Verletzte. Es gibt aktuell keine Meldungen über Todesopfer.

17:45 - AAF erklärt Kavalla als "befriedet"  | Weiterhin Schüsse in Athira

BREAKING NEWS: Reuters meldet, Präsident Agapios Konstantinos in Haft

17:49 - Kampfjets der AAF über Altis

17:52 - Panzer blockieren Schnellstraße zwischen Athira und Pyrgos | Reuters meldet ersten Toten

17:58 - Reuters meldet mindestens zwei Tote in Athira

18:02 - Sofia laut AAF "unter Kontrolle"

18:05 - Helikopter über Molos abgestürtzt

18:08 - AAF meldet: Kabinett in Gewahrsam

18:10 - Explosion in Athira | Reuters meldet Zerstörer der AAF vor Pyrgos

18:12 - AAF erklärt Generalstabschef für abgesetzt

18:14 - Putsch laut Reuters durch Luftwaffe geführt

18:17 - Pyrgos laut AAF "befriedet"

18:22 - Reuters widerruft Luftwaffenaussage

18:25 - AAF meldet letzte Unruhen in Athira

18:27 - Helikopterabsturz bei Molos laut AAF "Unfall"

18:30 - NATO versetzt Marinestreitkräfte auf Stratis in Ausnahmezustand

18:32 - Türkei erhöht Marinepräsenz in östlicher Ägäis

18:35 - Trump: USA will abwarten | Reuters meldet keine Unruhen auf Stratis und Hebontes

18:38 - AAF meldet jubelnde Menschen in Kavalla | Athira weiterhin unsicher

18:40 - Spezialeinheiten der AAF in Athira | Mindestens 34 Verletzte

18:41 - AAF will nach "Befriedung" von Athira Statement abgeben

18:42 - Jetzt auch US-Truppen auf Hebontes in Alarmbereitschaft

18:44 - Augenzeugen berichten von "Schlacht" um Athira

18:47 - Geheimdienstzentrale in Pyrgos in Flammen

18:50 - AAF erklärt Gefechte in Athira für beendet

18:52 - Reuters meldet mindestens 294 Festnahmen durch Militär

Zwischenzeitliche Zusammenfassung unserer Redaktion:

Es handelt sich offenbar tatsächlich um einen Militärputsch in der Republik Altis. Anscheinend ist das Militär dabei, die Macht zu ergreifen. Reuters meldet inzwischen mindestens 9 Tote sowie 43 Verletzte und weit über 350 Festnahmen.

18:54 - AAF erklärt Putsch für erfolgreich | Statement soll noch heute Nacht folgen

18:56 - AAF erklärt Polizeibehörde und Geheimdienst für geschlossen | Militärpolizei sowie Abschirmdienst übernehmen

18:59 - Stabschef der Luftwaffe Ianis Estephados erklärt sich zum neuen Staatschef | AAF bestätigt

19:01 - EU verurteilt Putsch | Türkei "begrüßt politische Veränderung"

19:03 - NATO will noch heute Nacht über Marinekommando auf Stratis diskutieren

19:05 - USA wollen Einheiten auf Hebontes vorerst nicht verstärken

19:07 - Neuer Staatschef Ianis Estephados kündigt weitreichende Veränderungen an

19:08 - Reuters berichtet von Zwischenfall auf Marinebasis auf Stratis

19:09 - Estephados kündigt "harten Kurs" gegen Griechenland an

19:10 - Schüsse in Charkia | Reuters meldet Flottenteile der AAF vor Hebontes und Stratis

19:12 - USA: "Gehen aktuell nicht von Gefahrenlage aus"

19:14 - Italien zieht Flotte aus Marinebasis Stratis zurück

19:16 - Ianis Estephados erklärt militärische Übergangsregierung für begründet

19:17 - "Neue Regierung" in Pyrgos sieht Türkei als "wichtigen Partner"

19:18 - AAF-Regierung nimmt Arbeit auf | Reuters meldet erste Telefonate mit Ankara und Brüssel

19:19 - NATO verärgert über Putsch | Altis weist auf Neutralität hin

19:20 - Franzosen nehmen Teil ihrer Flotte aus Marinebasis Stratis

BREAKING NEWS: Republik Altis weist NATO-Flotten auf Stratis aus

19:22 - AAF stellt Ultimatum von 12 Wochen | NATO empört

19:23 - UN beruft Sondersitzung ein | USA wollen mit Pyrgos telefonieren

19:26 - Pyrgos erklärt Flüchtlingsabkommen mit EU für beendet

19:28 - Menschen bejubeln Militär in Kavalla und Pyrgos | Reuters bestätigt

19:30 - Athen will mit Pyrgos telefonieren | Altis lehnt ab

19:32 - AAF will "Inseln der Republik Altis den Menschen zurückgeben"

19:34 - USA beobachten Ereignisse kritisch

19:38 - AAF kündigt Pressekonferenz für 7:00 Uhr Ortszeit an

19:40 - Türkei will Beziehungen mit Altis ausbauen

19:41 - USMC tagt noch heute Nacht über Hebontes-Pachtvertrag

19:43 - Ianis Estephados: Altis muss zu eigener Stärke zurückfinden

Unsere Redaktion schließt jetzt. Der Breaking News Room bleibt weiterhin besetzt. Wir melden uns morgen mit einer ersten Zusammenfassung der Lage. Gute Nacht

Zeugenvideo aus Pyrgos

 

 

Seite 1 von 2

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.